23.09.06
Mini-Gasturbine als Akkuersatz?
Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine winzige Gasturbine entwickelt, die gerade einmal einen Viertel Zentimeter groß ist. Diese soll in Zukunft elektronische Geräte wie Notebooks, Handys usw. antreiben. Einen Prototypen gibt es bereits. Es soll bis zu zehnmal mehr Energie erzeugt werden können als in einem Akku vergleichbaren Gewichts gespeichert ist.
Das Forschungsprojekt wurde vom U.S. Army Research Laboratory finanziert. Die Maschine ist wie das große Vorbild aus einem Verdichter, einer Verbrennungskammer, einer sich drehenden Turbine und weiteren Komponenten aufgebaut. Die Gasturbine und die dazugehörigen Komponenten werden wie ein Computerchip aus Silizium geätzt.
Die Komponenten der Mikromaschine werden aus sechs Silizium-Wafern gefertigt, die wie Pfannkuchen übereinander gestapelt und miteinander verbunden sind. Aus einem Wafer werden bis zu 100 Komponenten gleichzeitig erstellt. Die Turbine soll bis zu 20.000 Umdrehungen pro Sekunde erreichen - das entspricht 1.200.000 Umdrehungen pro Minute. Der Minigenerator erzeugt so 10 Watt elektrische Leistung. Gekühlt wird mit Luft. Wie mit den heißen Abgasen umgegangen werden soll, wurde nicht mitgeteilt.
Die Massenproduktion des Gerätes soll dafür sorgen, dass die Stromerzeugung über die Mini-Gasturbine genauso preiswert wie die über industrielle Systeme wird, stellen die Forscher in Aussicht.
Die komplette Turbine samt Stromgenerator soll Ende 2006 zum Laufen gebracht werden.
Quelle: www.mit.edu, eigene Recherchen