Was ist Virtualisierung?
Der Ursprung von x86-Computerhardware lag in der Ausführung eines einzelnen Betriebssystems und einer einzelnen Anwendung. Durch die Anwendung eines einzelnen Betriebssystems sind die meisten der heutigen Maschinen bei Weitem nicht ausgelastet. Virtualisierung bietet die Möglichkeit, mehrere virtuelle Maschinen auf einem physischen Computer auszuführen. Die Ressourcen dieses einzelnen Computers werden von mehreren virtuellen Maschinen gemeinsam genutzt. Die verschieden virtuellen Maschinen können unterschiedliche Betriebssysteme und unterschiedliche Anwendungen auf demselben physischen Computer ausführen. Durch die Virtualisierung werden die bisher ungenutzten Ressourcen eines Computer komplett ausgenutzt werden.
Wie funktioniert Virtualisierung?
Auf dem einzelnen Computer bzw. Server wird eine Virtualisierungsplattform installiert. Diese wandelt bzw. „virtualisiert" die Hardwareressourcen eines x86-Computers, einschließlich CPU, RAM, Festplatte und Netzwerk-Controller.
Es kann somit eine voll funktionsfähige virtuelle Maschine, die ihr eigenes Betriebssystem und Anwendungen wie ein „echter" Computer hat, auf der Virtualisierungsplattform ausführt werden. Man spricht vom „Hypervisor", der Hardwareressourcen dynamisch und transparent der virtuellen Maschine zuweist. Jede virtuelle Maschine umfasst ein vollständiges System, sodass potenzielle Konflikte vermieden werden. Eine virtuelle Maschine ist vollständig kompatibel mit allen standardmäßigen x86-Betriebssystemen, -Anwendungen und -Gerätetreibern.
Höhere Gesamtleistung durch Virtualisierung
Mehrere Computer, auf jedem eine Virtualisierungsplattform installiert, sind über ein Netzwerk miteinander zu einem Cluster verbunden. Als gemeinsames Speichermedium wird ein Netzwerkstorage für die zusammengeschlossenen Computer verwendet. Dadurch können alle Computer und somit alle virtuellen Maschinen den gemeinsamen Datenspeicher nutzen. Spezielle Techniken der Virtualisierungsplattform erkennen die Auslastung der einzelnen Ressourcen auf dem jeweiligen Computer und können somit virtuelle Maschinen auf die Computer verteilen, die gerade weniger ausgelastet sind. Durch diese Verteilungstechnik kann man die Leistung alle Computer besser nutzen und der virtuellen Maschine steht immer die beste Performance zur Verfügung.
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